Chronik des Neuenheerser Verkehrsvereins
 
> Der ursprüngliche Inhaber der Internetseite www.neuenheerse.de war der Verkehrsverein Neuenheerse.
> Zur Erinnerung wird die Vereins-Chronik (mit Stand von 2017) hier archiviert.

Haus des Gastes222Ferien in Neuenheerse zu verbringen ist keine Erfindung der Neuzeit. Schon im Jahre 1930 konnten Feriengäste in Neuenheerse Ruhe und Erholung finden. Nach dem 2. Weltkrieg entschlossen sich immer mehr Neuenheerser einen Pensionsbetrieb zu eröffnen. Um den Fremdenverkehr gezielt zu fördern entschloss man sich 1954 einen Verkehrsverein zu gründen. Als  1. Vorsitzender wurde der amtierende Bürgermeister Josef Witte gewählt. Für die Erledigung des Schriftverkehrs und der Werbung sorgte ein Mitglied der Gemeindeverwaltung. Der allgemeine wirtschaftliche Aufschwung jener Zeit belebte den Fremdenverkehr auch in Neuenheerse und ließ die Zahl der Feriengäste stetig steigen.

Zum Jubelfest 1100 Jahre Neuenheerse wurde 1968 der erste Prospekt von Neuenheerse gedruckt. Inzwischen hatte Herr Johannes Vogt seinen Vorgänger im Amt des  1. Vorsitzenden abgelöst. Im Jahre 1969 entschloss man sich den Verein ins Vereinsregister eintragen zu lassen und eine Satzung zu erstellen. Zum Vorsitzenden des Verkehrsvereins Neuenheerse e.V. wurde am 21.4.69 Herr Willy Falke gewählt. Frau Gerda Eschenberg übernahm die Aufgaben der Schriftführerin und Kassiererin. Der neue Verkehrsverein hatte sich von der Gemeindeverwaltung gelöst und übernahm die Vereinsgeschäfte in eigener Selbstverwaltung.

Der Erholungspark  mit Stausee konnte 1977 fertig gestellt werden (Feriendorf, Grillplatz, Spielplatz, Freibad, Sportanlagen, Tennisplätze, Campingplatz und Stausee mit Tretbootverleih und Minigolfanlage). Im gleichen Jahr wurde zum ersten mal ein Stauseefest vom Verkehrsverein und der Feuerwehr ausgerichtet. Diese Veranstaltung fand jährlich statt und ist heute alle 2 Jahre eine Attraktion für jung und alt.

Neuenheerse erhielt 1983 die Anerkennung als „Staatlich anerkannter Erholungsort“

Als die Renovierungsarbeiten des historischen Gebäudes „Alte Dechanei“ abgeschlossen waren, konnte 1992 der Verkehrsverein die neuen Räume beziehen und ein „Haus des Gastes“ einrichten.
In den Wettbewerben „Unser Dorf soll schöner werden“ wurden großartige Erfolge erzielt, wie 1995 eine Goldmedaille im Landeswettbewerb.

2007 1. Platz im Dorfwettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"

2009 Bronzemedaille im Landeswettbewerb

Der 1. Vorsitzende, Herr Willy Falke, musste 1992 aus Gesundheitsgründen sein Amt, das er fast 25 Jahre mit viel Eifer und Hingabe ausgeübt hatte, niederlegen. In der Mitgliederversammlung 1993 wurde Herr Günther Pastoors zu seinem Nachfolger gewählt.

1995 wurde die Satzung überarbeitet und eine neue Satzung verabschiedet.

Seit 2006 wird alle zwei Jahre im September, jährlich abwechselnd mit dem Stauseefest, ein Stiftsmarkt veranstaltet. Hier können sich die Neuenheerser Bürger, Vereine, Unternehmer und Institutionen mit ihren Produkten darstellen. Mit fast 9000 Besuchern ein Höhepunkt der Festveranstaltungen in der Region

Der Verkehrsverein betreut alle ansässigen Übernachtungsbetriebe und Gasthäuser und hat zur Zeit 91 Mitglieder.

Der Verkehrsverein Neuenheerse e. V. hat sich am 16.02.2018 aufgelöst.

 In's Tretbecken nach der Lehre von Sebastian Kneipp

Tretbecken Wennekenbruch 6Das Tretbecken ist bis etwa Wadenhöhe mit kaltem Wasser gefüllt und sorgt dafür, dass müde Beine wieder in Schwung kommen. Beim Kneipptreten heben Sie mit jedem Schritt Ihren Fuß komplett aus dem Wasser und tauchen wieder neu ein, dadurch werden Durchblutung und Stoffwechsel angeregt und das Immunsystem gestärkt. Die Bewegung trägt zudem zur Lockerung der Muskulatur bei.
Unsere Wassertretanlage finden Sie ruhig gelegen im Wennecken Bruch. Umgeben von Bäumen ist sie erfrischend und wohltuend für Körper und Seele.
Weitere Informationen zur Entstehung und Pflege des Beckens folgen.

 Die Kluskapelle von Neuenheerse

Herbst an der KlusDie Kluskapelle liegt ca. zwanzig Minuten nordöstlich von Neuenheerse am Oesebach. Dieser entspringt ein paar hundert Meter oberhalb der Kapelle. Direkt am Kapellenplatz entspringt die Antoniusquelle. Der heilige Antonius, der Einsiedler, der Schutzheilige der Tiere, ist Hauptpatron der Kapelle und der heilige Antonius von Padua wird als Nebenpatron verehrt. In unmittelbarer Nähe zur Kapelle lag früher der Ort Espringen oder der Springerhof. Zudem liegt die Kapelle am alten Hellweg, der von Dringenberg nach Paderborn führte. Ein so unruhiger Ort war für eine Klus denkbar ungeeignet.  Vielleicht hat hier eine Einsiedelei bestanden, die dann aufgegeben wurde.

Im Jahre 1860 wurde die Kapelle gründlich restauriert. Im Jahre 1962 wurde auf dem Kapellenplatz ein fester Altar errichtet. In den zurückliegenden Jahren wurden an der Kapelle viele Arbeiten durchgeführt, später wurde auch die Antoniusquelle neu gefasst. Sie gilt als heilkräftig, besonders bei Augenleiden. Heute ist der Ort Kluskapelle ein wundervoller Ort umgeben von alten Bäumen. Viele Wanderer besuchen die Kapelle auf ihrem Wanderweg. Noch heute finden dort an verschiedenen Tagen Gottesdienste statt.

 Der Nethestausee - umgeben von paradisischer Natur -

stausee2Etwa 1 km vom Ortskern entfernt speist die Nethe den idyllisch am Waldesrand gelegenen Nethestausee. Mit einer Wasserfläche von ca. 4,5 ha bietet dieser Möglichkeiten zum Bootsfahren (in den Sommermonaten: Bootsverleih). Für Angeler ein Traumresort um Forellen, Aale und anderes zu fangen. Angeltageskarten sind im Landgasthaus Ikenmeyer erhältlich.

Gründungsgeschichte des Neuenheerser Staussees

Die Idee zur Gründung eines Feriendorfes mit Stausee geht bis in das Jahr 1960 zurück, seit es den Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ gibt. Der Bauingenieur Franz Möller aus Warburg hat diesen und andere gute Vorschläge zur Gestaltung von Neuenheerse gemachte. Er gab dem damaligen Bürgermeister Joseph Witte und dem folgenden Bürgermeister Johannes Vogdt die Anregung, am Hang Sticksdeich / Lagenberg ein Feriendorf zu gründen. Viele Jahre vergingen, wo man von einem Feriendorf sprach, aber erst durch die Initiative des Bürgermeisters Willi Falke nahm das Feriendorf - man sprach jetzt schon von einem Ferienpark - allmählich Formen an. Im Spätherbst 1972 wurde dann endlich der Bauplan genehmigt. 1973 wurde dann wieder durch die Initiative des Bürgermeisters Falke mit der Regierung in Detmold, dem Kreis Warburg und dem Naturpark Südlicher Teutoburger Wald- Eggegebirge ein Landschafts- und Gestaltungsplan erstellt.

stausee1Mit Beschluss des Rates der Gemeinde Neuenheerse wurde der Erholungspark Neuenheerse genehmigt. Der genehmigte Landesrahmenplan umfasste dabei unter anderem den Nethestausee mit Rundwanderweg.

Nachdem alle Voraussetzungen geschaffen waren konnte mit dem Baubeginn des Stausees begonnen werden. Die Arbeiten am Stauwerk gingen sehr gut voran, so das am 12. Juni 1975 mit dem Anstauen der Nethe begonnen werden konnte. Im Oktober 1975 konnte der etwa 4,5 ha große Stausee durch die zuständigen Gremien abgenommen werden. Die restlichen vielseitigen Arbeiten, um den Freizeitpark fertig zu stellen, zogen sich dann noch bis 1977 hin.  Am 23. Juni 1977 konnte dann endlich der Freizeit- und Erholungspark Neuenheerse durch den bis 1975 letzten Bürgermeister von Neuenheerse und 1. Vorsitzenden des Verkehrsvereins Herr Willi Falke der Öffentlichkeit übergeben werden. Der Bürgermeister der Stadt Bad Driburg Herr Kremeyer und der damalige Bezirksausschussvorsitzende der Gemeinde Neuenheerse Herr Falke setzten sich dann in eins der Boote und machten die erste symbolische Rundfahrt auf dem Stausee. Mit einer Flasche „ Driburger Caspar Heinrich Quelle“ tauften sie den Stausee. Zu der feierlichen Einweihung waren Persönlichkeiten aus Kirche, Verwaltung und Politik zugegen. Zu diesem Anlass gab es einen Umtrunk mit Grillen, und am Abend hatten Campingplatzbesucher ihre mitgebrachten Boote mit Fackeln und Lampen ausgestattet und paddelten auf dem See herum, was einige Neuenheerser dazu inspirierte noch im selben Jahr das erste Stauseefest zu veranstalten.

stausee3

Der Verkehrsverein und die Jugendfeuerwehr Neuenheerse übernahmen die Organisation des Stauseefestes, welches seit 2009 alle zwei Jahre im Juni durchgeführt wird.

Im Sommer gibt es die Möglichkeit am Stausee in Neuenheerse fünf Tretboote zu mieten. Bei Rückfragen hierzu bitte an den Verkehrsverein Neuenheerse wenden.

 

 Wo die Nethe entspringt

nethequelleNeuenheerse ist der Quellort des etwa 50,4 km langen Flusses Nethe, der in östliche Richtung fließt und in Godelheim in die Weser mündet. Auf ihrem Weg passiert die Nethe, nachdem sie zuvor den Nethestausee in Neuenheerse speist, die Orte Willebadessen, Fölsen, Niesen,  Siddessen, Rheder, Riesel Brakel, Erkeln, Beller, Hembsen, Bruchhausen, Ottbergen sowie Ameluxen.

Joseph Hilker hat in seinem 1968 zum 1100-jährigen Ortjubiläum erschienen Buch die Nethe wie folgt beschrieben [Hilker, Joseph, "1100 Jahre Neuenheerse", Neuenheerse 1968, Seite 225 - 228]:Das Niederschlagsgebiet der Nethe ist hauptsächlich der Klusenberg, der mit einem nach Süden hin vorstoßenden Ausläufer bis in die Mitte des Dorfes geht. Aus diesem Bergvorsprung, auf dem sich einst die Burg der Ritter zu Heerse erhob, quillt aus der Tiefe des Kalkfelsens seit Jahrtausenden das Wasser der Nethe. Die Burg zerfiel, und um die Quelle erhoben sich Gehöfte und Häuser. Die Dorfbewohner schöpften das Wasser entweder an der Quelle oder an der Wasserstellen des Baches. So blieb es in all den vielen Jahren bis kurz vor dem ersten Weltkrieg, als der Ort eine Wasserleitung bekam. Weil nach dem zweiten Weltkrieg die Quellen der Wasserleitung sich zu klein erwiesen, musste die Nethe wieder aushelfen. Da ihr Wasser nach den heutigen Vorstellungen der Kreisbehörden nicht einwandfrei für menschliche Bedürfnisse ist, musste das Wasser gechlort werden. An regenreichen Tagen und nach starken Gewittern sickern die Niederschläge schnell durch den rissigen Kalkboden und nehmen eine gelbliche Tönung an. Nicht weit von der Hauptquelle entspringt unterhalb des Hauses Rohde Haus-Nr. 107 eine weitere starke Quelle, der Crullsbrunnen, benannt nach dem Beneficiaten Johannes Crull, der dieses Haus als Beneficium besaß. In Stiftszeiten ging von diesem Brunnen eine Wasserleitung in Buchenröhren (Piepen genannt) zum Kalandshause und zur Abtei. Auch die Brunnen bei dem früheren Tilly'schen Hause und auf dem Hofe des Forsthauses Haus-Nr. 138, sowie die Quellen zu den ehemaligen Fischteichen der Pfarrhäuser gehören in dieses Quellengebiet. Bis vor einigen Jahren war die Umgebung der Hauptquelle in einem unwürdigen Zustande. Bei der Verbreiterung der Hauptstraße „im Weist" im Jahre 1926 von 4,50 m auf 8,00 m verwandte man einen Teil der anfallenden Erdmassen, den Hang der Quelle anzuschütten; der Quellenmund wurde in Beton und Mauerwerk eingefasst. Die damals angepflanzten Birken und Kopfweiden vermochten nur ein wenig, der Umgebung ein besseres
Bild zu geben.

Erst als es vor einigen Jahren der Gemeinde nach langen Verhandlungen gelang, einen Zugang zu der Quelle zu erwerben, konnte an eine Neufassung der Quelle und eine Gestaltung der Umgebung gedacht werden. Nach den Plänen des Kreisamtmanns Möller, Warburg, erhielt die Quelle eine saubere Sandsteinwölbung. Eine bogenförmig ausgeführte Steinmauer staute das Quellwasser, um es schließlich in mehreren kleinen Kaskaden abfließen zu lassen. Das alte Bachbett wurde neu mit einer Sandsteinmauer eingefasst und ein Teil des Bachlaufes mit Steinplatten überdeckt. Zur Quelle führen nun zwei Wege, der eine kommt von der Hauptstraße her und ist mit Platten und Marsberger Kies gehärtet, während der andere von Norden her in Treppen zu dem nie versagenden Born führt. Der Quellenhang ist mit Koniferen, Ziersträuchern und Steingewächsen bepflanzt. Ruhebänke laden zum Verweilen ein. Viele Besucher kommen jetzt gern zu der Quelle, wo nach den Worten des Heimatdichters Friedrich Wilhelm Weber der Nethegau beginnt, den er in seinem Epos „Dreizehnlinden" besungen hat. Unmittelbar hinter der früheren ersten Wasserentnahmestelle steht auf der Brücke das lebensgroße Standbild des hl. Johannes von Nepomuk. In den letzten fünfzig Jahren ist die Hauptstraße mehrere Male verbreitert worden, da hier die Landstraßen nach Paderborn und Lichtenau abzweigen. Vor dieser Zeit, als die Straße noch schmal war, ist das Standbild zweimal in den Bach gestürzt, das letzte Mal geschah es durch einen Langholzwagen. Nach der Straßenverbreiterung wurde es schließlich auf die jetzige Brückenseite gesetzt.

Das Standbild wurde von dem Danziger Bildhauer Johannes Gotfried Buch im Jahre 1767 gehauen. Er hat auch das „Hohe Kreuz" in Kleinenberg am Ende der Kreuzweg-Allee angefertigt, ebenso das Kreuz mit Corpus über dem westlichen Hauptportal der dortigen Wallfahrtskirche. Er starb mit 30 Jahren und wurde als ein „sehr tüchtiger Bildhauer" bezeichnet. Die Nethe fließt dann durch den Park und speist die Gräfte, die der Abtei ein herrschaftliches Gepräge gibt. In Stiftszeiten diente die Gräfte als Wasserspeicher für die anliegende Obere Mühle. Im Park erhält die Nethe noch Zufluss von dem Silbergraben, dem Weihenteich und der Hunnebieke. Der Weihenteich ist die westlichste Nebenquelle der Nethe und entspringt „In den Twieten". Sie ist sehr wasserstark. Als die Hauptquelle im Sommer 1911 versiegte, versorgte sie den größten Teil des Dorfes mit Trinkwasser.

Seminaroberlehrer Wilhelm Oeke schrieb am 1. September 1910:

Johannesbrücke
Allhier steht auf der Nethebruck
In Stein Johann von Nepomuk.
Der ist schon zweimal in die Nethe gerissen
Der Prager hat nur einmal ertrinken müssen.

Seminaroberlehrer Oeke deutete den Namen „Weihenteich" mit geweihter Teich. Das Wasser dieser Quelle wurde in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg in den Hochbehälter gepumpt, um besonders die hochgelegenen Häuser an der „Kallen Wägge" zu versorgen. In der großen Trockenheit im Sommer 1959 ließ die Weihenteichquelle immer mehr nach, um schließlich zu versiegen. Erst zu Anfang 1963 floss sie wieder in alter Stärke. Der Silbergraben entspringt unterhalb Wiederholds (Bremers) Hause an der ehemaligen Ziegelei. Diese Quelle trat zutage bei den Schürfungen nach Erz im Jahre 1765 im Wennekenbruch und Schild und erhielt die Bezeichnung Silbergraben. Das Bächlein Isers Bürneken entspringt etwa 100 m unterhalb Peters Kreuz, dicht an der Landstraße, die nach Schwaney führt. Das Wasser dringt aus Sandgestein hervor, das mit dicken Eisenadern durchzogen ist. Dieses Bächlein fließt durch den Buchenwald und die Wiesen. Zur Stiftszeit speiste es den Fischteich „Papendiek". Schon in der Feldflur und vor allem im Dorfe führt es die alte Bezeichnung nicht weiter, sondern heißt hier Hunnebieke.

Durch diese Zuflüsse ist die Nethe zu einem stattlichen Bache geworden. Bei sehr starken Regenfällen ging die Nethe früher über die beiden Fußgängerbrücken hinweg und machte auch die Furt für Fahrzeuge aller Art unpassierbar. Im Sommer 1967 wurde hier durch eine Kanalisierung Abhilfe geschaffen. Von der Oberen Mühle ist nur noch das alte Fachwerkhaus geblieben. Das Mühlenrad ist seit Anfang dieses Jahrhunderts verschwunden, und der kleine Mühlengraben von der Gräfte her läuft unterirdisch der Nethe zu. Zwischen Taildor und In der Aale verlässt die Nethe das Dorf und eilt an der Unteren Mühle vorbei, die nach dem zweiten Weltkrieg den Mahlbetrieb einstellte. Sie umfließt den Südhang des Bollberges und verlässt bald darauf die Gemarkung Neuenheerse.

 Das Heerser Wasserschloss

w schlossDer dritte Bischof von Paderborn hat zusammen mit seiner Schwester Walburga hier im Jahre 868 ein Damenstift errichtet, das schon 871 durch Kaiser Ludwig den Deutschen unter die Schirmherrschaft des Reiches gestellt wurde. Somit wurde Neuenheerse damals wie folgt genannt: "Kaiserliches Freiweltliches Hochadeliges Damenstift Heerse". Im Jahre 1599 ließ Ottilie von Fürstenberg das Abteigebäude mit gleicher Benennung errichten. Den ehemaligen Sitz der Äbtissin stellt heute das Wasserschloss Heerse dar. Nach Aufhebung des Stiftes im Jahr 1810 gelangten Ländereien und Gebäude in private Hände.  

Die Vereinigten Museen im Wasserschloss Neuenheerse finden Sie hier, auf einer schönen, vollkommen überarbeiteten Internetseite.

 Die Stiftskirche in Neuenheerse (der Eggedom)

kirche222Auf einer Urkunde des Konzils von Worms vom 16. Mai 868 ist die Gründung eines Damenstifts durch Bischof Luithard von Paderborn und dessen Schwester Walburga "im Gebiet von Heerse" beschrieben. Walburga wird die erste Äbtissin des Stiftes. Am 17. Juni 871 nimmt Ludwig der Deutsche die Neugründung ausdrücklich unter seinen Schutz und gewährt kaiserliche  Privilegien. Das Necrologicum Heriense weiß am 6. November (wohl 887 unter Bischof Biso) von einer Weihe der vermutlich ersten Stiftskirche auf den Titel der Gottesmutter Maria - und am folgenden Tag von der Ankunft der Reliquien der hl. Saturnina zu berichten. Papst Stefan 5. bestätigte die Gründung am 23. Mai 891 in einer heute noch erhaltenen Papst Urkunde auf Papyrus geschrieben. In den folgenden Jahrhunderten gelangte das Stift als Hochadeliges Damenstift zu großem Reichtum und Einfluß. Von den reformatorische Ideen blieb es weitgehend unberührt aufgrund der inneren Reformbemühungen der Äbtissinnen Magareta von Columna (1534 - 1589) und Othilie von Fürstenberg (1589 - 1621). Während des Dreißigjährigen Krieges verarmte das Stift durch Schutzgeldzahlungen und Plünderung - so Baudissin 1632, wovon sich das Stift erst unter Agatha von Niehausen am Beginn des 18. Jahrhundert erholte. Trotz des Reichdeputationshauptschlusses vom 25. Februar 1803 wurde das Stift zunächst nicht aufgelöst, sondern in eine Versorgungsanstalt für "bedürftige adelige weibliche Personen" aus beiden Konfessionen umgewandelt. Erst durch das Dekret des Königs Jerome von Westfalen vom 01.12.1810 wurde das Stift nach einer fast tausendjährigen Geschichte aufgelöst und die Güter eingezogen. Eine der letzten Stiftsdamen war Sophie von Haxthausen, eine Tante der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, die in ihrer Jugend des öfteren im Stift geweilt hat und Heerse in der "Judenbuche" erwähnt. Die Kirche wurde nach Aufhebung des Stiftes der katholischen Pfarrgemeinde übereignet. Die Bauerhaltungspflicht übernahm mit Einzug der Güter der Fiskus.

Innenaufnahmen (Panorama)

Glockengeläut der Stiftskirche

 Gastgeber in Neuenheerse - kommen Sie gut an

 

fewo zur egge klFerienwohnung "Zur Egge"

Die Ferienwohnung „Zur Egge“ befindet sich im Souterrain des Hauses. Die ca. 65 bieten in einem Wohn Essraum und zwei Schlafzimmern Platz für bis zu 4 erwachsene Personen. Kinder sind uns herzlich willkommen. Auch können Sie gerne Ihren vierbeinigen Freund gegen Gebühr mitbringen. W-Lan steht Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

stkasparJugendhaus St. Kaspar

Das Jugendhaus 1 bietet Platz für 52 Personen in Ein- und Mehrbettzimmern. Im Jugendhaus 2 sind Zweibettzimmer für 34 Personen vorhanden. Gruppen- und Freizeiträume und eine große Außenanlage mit Sport- und Lagerfeuerplatz.

 

gutwertheimFerienwohnung "Gut Wertheim"

Ferienfreizeit auf einem Reiterhof. Das Gästehaus bietet 2-, 4- und 6-Bett Zimmer.


 

 

Museen / Kunst / Kultur

 

Fotoatelier"neue Flügel für ikarus"

Asseburgerstraße 7
3014 Bad Driburg - Neuenheerse

Kunst-Atelier Hamelmann

Kordulastr. 11
33014 Bad Driburg - Neuenheerse

Vereinigte Museen Neuenheerse

Stiftsstraße 2
33014 Bad Driburg - Neuenheerse

 
 
Copyright © 2021 | neuenheerse.de | die Dorfseite

Chronik von "neuenheerse.de".

Zum Seitenanfang

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.